Landhaus Irsee

In der dörflichen Umgebung des bayerischen Allgäu entstand nach Plänen der Architekten ein Wohn- und Atelierhaus für eine Goldschmiedin und einen Bildhauer. Das Grundstück liegt am Dorfrand innerhalb eines städtebaulichen Mischgebietes und schließt mit der Bebauungsgrenze ab. Der Blick öffnet sich nach Süden hin zu Auenwiesen und einem spektakulären Alpenblick. Bauernhof und Scheune dienen als Modelle, der L-förmige Gebäudegrundriss ist vorgeschrieben, außerdem ein Satteldach mit Ziegeldeckung sowie die Fassadenmaterialien Holz oder Putz. Den Vorgaben entsprechend haben die Architekten einen L-förmigen Gebäudekomplex entwickelt. In dem nach Ost-West ausgerichteten Hauptkörper haben sie im Ostflügel die Ateliers und Werkstätten untergebracht, im Westflügel den Wohnbereich mit der Küche. Das L wird durch einen zweiten Baukörper in Nord-Süd-Richtung gebildet, der auf den Wohntrakt aufgelegt ist und nach Süden hin auskragt. Der obere und untere Baukörper sind innen über einen offenen Wohnbereich mit einem großzügigen Luftraum verbunden. Die Auskragung wurde auch im Inneren stützenlos realisiert. Ein Stahlfachwerkträgersystem lagert auf einer massiven Stahlbetonunterkonstruktion. Von außen ist dieser Gebäudeteil mit Lärchenholz verkleidet und erinnert an die Scheunen der Umgebung. Auf der Straßenseite wird durch eine kleinere Auskragung über dem Eingang eine Art Vorraum geschaffen.