Fliegersiedlung

In den 1920er Jahren entstand, damals noch außerhalb der Berliner Stadtgrenze, die Gartenstadt Neu-Tempelhof nach den Plänen von Fritz Bräuning. Entlang von symmetrisch verlaufenden Straßen ordnen sich verschiedene Variationen von Reihen- und Doppelhäusern zu einem städtebaulichen Ensemble. Dazwischen finden sich immer wieder kleinere Plätze und Grünanlagen und idyllische Gärten nach hinten hinaus.
Heute liegt die Siedlung mitten in Berlins Innenstadt an der Parkanlage Tempelhofer Freiheit. Nach der Schließung des ehemaligen Flughafens ist die sogenannte „Fliegersiedlung“ ein gerade für Familien hochattraktiver Wohnort. Im Zuge der Generationenwechsel wurde die städtebauliche Struktur weitgehend erhalten, wobei vor allem innerhalb der Häuser immer wieder erweitert und vieles verändert wurde.


Die aktuellen Bauaufgaben sind so unterschiedlich wie die Häuser und Bewohner:innen selbst. Sensible Eingriffe in die Struktur erlauben Erweiterungen, Umnutzungen und energetische Sanierungen, je nach Nutzungsanforderungen. Seit 2009 wurden auf diese Weise von unserem Büro fast 30 Gebäude individuell umgebaut.
Dabei verfolgen wir die Strategie, die Gebäude straßenseitig dem historischen Vorbild anzupassen und gartenseitig größtmögliche Öffnungen zu ermöglichen. Die Materialwahl wird nach den Kriterien des Nachhaltigen Bauens vorgenommen. Wohngesunde Baustoffe wie Holz, Lehm und Hanf werden für Dämmungen und im Innenausbau eingesetzt.
Der erforderliche Austausch der fossilen Heizungen erfolgt mit Wärmepumpen,
teilweise unter Verwendung von Geothermie.